Wir über uns

Der "Oldtimer Club Rhein-Main e.V." ist ein ADAC-Ortsclub mit über 140 Mitgliedern aus dem gesamten Rhein-Main Gebiet.

Die Geschichte der Fahrzeugpalette seiner Mitglieder erstreckt sich von den Kindertagen des Automobils bis zu den Youngtimern. Der Club geht zurück auf das Elsch-Racing-Team Wiesbaden. Dort lag der Schwerpunkt auf Autocross und Jugendtrial, die hier aktiven Motorsportler waren damals sehr erfolgreich. Ende der achtziger Jahren stand das Übungsgelände leider nicht mehr zur Verfügung, und so musste ein neues Betätigungsfeld gefunden werden.

Da einige der Mitglieder große Oldtimerfreunde waren, war die Richtung in der es in die Zukunft gehen sollte schon vorgezeichnet. Seit 1990 führt der neu ausgerichtete Club die „Int. Rhein- Main- Oldtimer- Fahrt um den Herbert Heuser Pokal“ durch. Start und Ziel ist am Schloss Waldthausen, ein klassizistisches Bauwerk mit einer herrlichen Parkanlage. Es bietet für diese Oldtimerveranstaltung ein herrliches Ambiente. Hierbei zeigen auch die Clubmitglieder, was ihre oft vorbildlich restaurierten Fahrzeuge zu leisten im Stande sind. Außerdem findet man sich bei Clubfahrten, Oldtimerausstellungen und -veranstaltungen zusammen. Hauptziel des Clubs ist es, die alten Motorräder und Automobile als technisches Kulturgut funktionsfähig zu erhalten.  
      
Unser Club und diese Internetseite verfolgen keine kommerziellen Ziele.

Quelle: Allgemeine Zeitung-Mainz 28.10.2009

"Tote" zum Leben erweckt

28.10.2009 - MOMMENHEIM

Von Christopher Mühleck

OLDTIMER Rudi Spindler verwandelt lädiertes Chevrolet Coupé in funkelnde Schönheit

Majestätisch ragt die überdimensionale Kühlerhaube in Fahrtrichtung - so, als würde das Chevrolet-Emblem auf dem pechschwarzen Buckel wissen, dass es immer der Nase nach geht. Flankiert von zwei ausladenden Kotflügeln und mit einer Länge von mehr als vier Metern ist Rudi Spindler das Gefährt 1989 sofort ins Auge gefallen. "Damals hat mir ein Bekannter in den USA ein Bild des Wagens geschickt. Interesse war sofort da", erinnert sich Spindler, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, was da auf ihn zukommt. "Das böse Erwachen kam bei genauerem Hinsehen, als das Auto schließlich vor mir stand. Rost, Fäule, Spachtelmurks und vieles mehr schlummerten unter dem augenscheinlich tadellosen Äußeren", erzählt der gelernte Autoschlosser und -elektriker vom ersten Rendezvous mit der "Lady in Black". Zuvor musste das betagte, rund 13000 Mark teure Coupé aus dem kalifornischen Fresno allerdings auf den Mommenheimer in den USA zugelassen werden, denn als "nationales Kulturgut" gestaltete sich die Ausfuhr nicht unkompliziert.

Was folgte, waren Bastel- und Tüftelarbeiten. "Ich musste den Wagen komplett demontieren und neu aufbauen. Das reichte von Arbeiten am Chassis und am Rahmen über Blecharbeiten, die Überholung der Achsträger und eine Komplettrestaurierung des Motors bis hin zu feinen Sattlerarbeiten und die Neuverchromung vieler Einzelteile", schildert Spindler den Beginn der "wilden Ehe" zwischen Liebhaber und historischer Mogelpackung, die nach gut zweieinhalb verflixten Jahren harter Arbeit endlich in Genuss brachte. "Faszinierend, was ohne Computer und moderne Technik aus Autos mit Charakter rauszuholen ist. Es ist gerade so, als ob man einen Totgeglaubten wieder zum Leben erweckt", erklärt der 62-jährige Bastler, dessen Mommenheimer Kfz-Werkstatt im nächsten Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert.

Seit den 70er Jahren zählen hauptsächlich Mercedes und Porsche zu den favorisierten Tüftelobjekten Spindlers, dessen Büro im Glanz unzähliger Pokale und Auszeichnungen schimmert. Zeitungsartikel und Bilder seiner Lieblinge schmücken die Wände, unzählige Modellautos eine große Vitrine.

"Ich fahre viele Oldtimer-Rallyes und auch damit verbundene Prüfungen mit. Im Laufe der Jahre hat sich die Arbeit mit den Oldtimern schon oft als großer Erfolg erwiesen", sagt Spindler, der seit 1990 im Oldtimer Club Rhein-Main (OCRM) mitwirkt. "Der Austausch im Club ist hervorragend. An jedem ersten Mittwoch im Monat treffen wir uns im Clubhaus zum Stammtisch", schwärmt Spindler vom Zusammensein mit Gleichgesinnten, die über das Jahr Ausfahrten und Rallyes gemeinsam genießen.

Da darf dann das Chevy Coupé mit den großen Augen, der mächtigen Nase und den muskulösen Schultern, für das der findige Liebhaber ein Original-Reparaturbuch erstehen konnte, nicht fehlen. Besonders beim Blick ins Innere ist die Liebe zum Auto augenscheinlich: Komfortable Sitzbänke, elegante Armaturen. Das Wichtigste aber: Fahrspaß pur. Mit dem Sechs-Zylinder unter der Haube blubbern und röhren knapp hundert Pferdestärken, die ihren Fahrer schon manchen Pokal in Händen halten ließen. Am Ende steht für Spindler die Gewissheit, eine lädierte Geliebten aufpoliert und für die Ewigkeit konserviert zu haben: "So wie das Coupé da steht, wird es 500 Jahre alt."

Medienberichte / Videos

Allgemeine Zeitung vom 05.08.2009 Die "Schrauber" und Ihre Schätze

Allgemeine Zeitung vom 28.08.2009 Die "Tote" zum Leben erweckt

Allgemeine Zeitung vom 11.12.2009 Stilvolle"Touren" im englischen Grün

HR Fernsehen Service/Trends vom 25.03.2009 Clever putzen von der Felge bis zum Lenkrad

HR Fernsehen 'Dings vom Dach' vom 19.07.2009 Was ist ein Previseur ?

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